Du hast guten Content, deine Seite ist technisch optimiert – aber die Rankings stagnieren? Dann fehlen dir wahrscheinlich Backlinks.
In diesem Guide erkläre ich dir, was Backlinks sind, warum sie so wichtig sind und wie du als Anfänger hochwertige Links aufbaust – ohne Geld auszugeben und ohne Risiko, von Google abgestraft zu werden.
Was sind Backlinks und warum sind sie wichtig?
Backlinks (auch "Inbound Links" oder "eingehende Links") sind Links von anderen Websites, die auf deine Website verweisen.
Stell dir vor: Wenn eine angesehene Zeitung in einem Artikel auf deine Website verlinkt, ist das wie eine Empfehlung. Google denkt: "Wenn diese vertrauenswürdige Quelle auf diese Seite verlinkt, muss sie wohl gut sein."
Warum sind Backlinks so wichtig?
- Backlinks sind einer der Top-3 Ranking-Faktoren bei Google
- Sie zeigen Google, dass deine Inhalte wertvoll und vertrauenswürdig sind
- Sie bringen auch direkten Traffic von der verlinkenden Seite
- Sie helfen Google, neue Seiten schneller zu entdecken
Wenn du einen Handwerker suchst und drei Freunde denselben empfehlen, vertraust du dieser Empfehlung. Genauso funktionieren Backlinks für Google – je mehr vertrauenswürdige "Empfehlungen", desto besser.
Gute vs. schlechte Backlinks
Nicht jeder Backlink ist gleich viel wert. Ein Link von Spiegel Online hat einen ganz anderen Wert als ein Link aus einem Spam-Forum.
Backlink-Qualität auf einen Blick
Link-Farmen
Gekaufte Links
Irrelevante Seiten
Social Media Profile
Blog-Kommentare
Forum-Signaturen
Redaktionelle Erwähnungen
Branchen-Portale
Vertrauenswürdige Quellen
Merkmale eines guten Backlinks
- Themenrelevanz: Die verlinkende Seite passt zu deinem Thema
- Autorität: Die Seite ist selbst gut bei Google gerankt und vertrauenswürdig
- Natürlicher Kontext: Der Link ist redaktionell eingebaut, nicht "gekauft"
- DoFollow: Der Link gibt "Link Juice" weiter (kein rel="nofollow")
- Relevanter Ankertext: Der Linktext beschreibt, worum es geht
10 Methoden zum Backlink-Aufbau
Hier sind bewährte Methoden, mit denen du als Anfänger Backlinks aufbauen kannst – alle kostenlos und sicher:
Trage dein Unternehmen in relevante Branchenbücher und Verzeichnisse ein. Diese Links sind zwar nicht die stärksten, aber sie bilden eine solide Basis.
Beispiele: Google Unternehmensprofil, Yelp, Gelbe Seiten, Das Örtliche, Branchenspezifische Verzeichnisse (z.B. für Handwerker, Ärzte, Anwälte)
Schreibe Fachartikel für andere Blogs oder Magazine in deiner Branche. Im Gegenzug bekommst du einen Link zu deiner Website in der Autorenbox oder im Artikel.
So findest du Möglichkeiten: Suche nach "[Deine Branche] + Gastbeitrag" oder "[Deine Branche] + schreib für uns"
Finde kaputte Links auf anderen Websites und biete deinen Content als Ersatz an. Webmaster sind dankbar, wenn du ihnen hilfst, tote Links zu fixen.
Vorgehen: Finde relevante Ressourcen-Seiten → Prüfe auf tote Links → Kontaktiere den Webmaster mit deinem passenden Content als Alternative
Erstelle Inhalte, die so wertvoll sind, dass andere von selbst darauf verlinken wollen: Umfassende Guides, Original-Studien, Infografiken, kostenlose Tools.
Beispiele: "Der ultimative Guide zu...", Branchenstatistiken, interaktive Rechner, Checklisten zum Download
Journalisten suchen ständig Experten für ihre Artikel. Plattformen wie HARO (Help A Reporter Out) verbinden dich mit Journalisten, die Zitate brauchen.
Tipp: Antworte schnell und liefere echten Mehrwert. Wenn dein Zitat verwendet wird, bekommst du oft einen Link.
Manchmal wird dein Unternehmen oder deine Marke erwähnt, ohne dass ein Link gesetzt wurde. Finde diese Erwähnungen und bitte freundlich um einen Link.
So findest du sie: Google Alerts für deinen Firmennamen einrichten oder suchen nach: "Dein Firmenname" -site:deine-domain.de
Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden haben oft Partner-Seiten oder Referenzlisten. Frag, ob sie dich dort aufnehmen können.
Beispiel: "Unsere Partner", "Referenzen", "Wir arbeiten mit..." Seiten
Für lokale Unternehmen: Engagiere dich lokal und bekomme Links von Vereinen, Veranstaltungen, lokalen Nachrichten, Stadtportalen.
Ideen: Sponsoring lokaler Events, Mitgliedschaft in Verbänden, lokale Pressemitteilungen, Kooperationen mit anderen lokalen Unternehmen
Lass dich als Experte interviewen – in Podcasts, YouTube-Videos oder Blog-Interviews. Du bekommst Sichtbarkeit und meist einen Link.
Tipp: Starte mit kleineren Podcasts in deiner Nische. Die sind oft froh über Gäste.
Schau dir an, woher deine Konkurrenten ihre Links bekommen. Viele dieser Quellen könnten auch für dich funktionieren.
Tools dafür: Ahrefs, Semrush, Ubersuggest (kostenlose Version) – gib die Konkurrenz-URL ein und sieh ihre Backlinks
Wie steht deine Website da?
Prüfe mit unserem kostenlosen SEO Check, ob deine OnPage-Optimierung stimmt – das ist die Grundlage, bevor du Backlinks aufbaust.
Jetzt Website prüfen →Was du vermeiden solltest
Manche Backlink-Methoden können deiner Website mehr schaden als nutzen:
Links kaufen: Google erkennt gekaufte Links immer besser und kann deine Website abstrafen.
Netzwerke aus Websites, die nur existieren, um Links zu verkaufen. Hochriskant – Google entdeckt und bestraft diese regelmäßig.
"Ich verlinke dich, du verlinkst mich" in Massen ist für Google leicht erkennbar. Gelegentliche, natürliche Verlinkungen unter Partnern sind okay.
Software, die automatisch Links in Foren, Kommentaren oder Verzeichnissen postet. Das ist Spam und wird bestraft.
Checkliste: Backlink-Aufbau starten
- Google Unternehmensprofil einrichten (falls noch nicht getan)
- In 5-10 relevante Branchenverzeichnisse eintragen
- Google Alert für deinen Firmennamen einrichten
- Partner/Lieferanten nach Verlinkung fragen
- Einen richtig guten, verlinkungswürdigen Inhalt erstellen
- 3 Blogs finden, für die du Gastbeiträge schreiben könntest
- Backlinks der Konkurrenz analysieren