Backlinks aufbauen für Anfänger: Der komplette Guide

Das Wichtigste in Kürze
  • Backlinks sind "Empfehlungen" anderer Websites – ein Top-3 Ranking-Faktor
  • Qualität schlägt Quantität: Ein guter Link > 100 schlechte Links
  • Es gibt sichere, kostenlose Methoden für Anfänger
  • Finger weg von gekauften Links – Google straft das ab

Du hast guten Content, deine Seite ist technisch optimiert – aber die Rankings stagnieren? Dann fehlen dir wahrscheinlich Backlinks.

In diesem Guide erkläre ich dir, was Backlinks sind, warum sie so wichtig sind und wie du als Anfänger hochwertige Links aufbaust – ohne Geld auszugeben und ohne Risiko, von Google abgestraft zu werden.

Backlinks (auch "Inbound Links" oder "eingehende Links") sind Links von anderen Websites, die auf deine Website verweisen.

Stell dir vor: Wenn eine angesehene Zeitung in einem Artikel auf deine Website verlinkt, ist das wie eine Empfehlung. Google denkt: "Wenn diese vertrauenswürdige Quelle auf diese Seite verlinkt, muss sie wohl gut sein."

Warum sind Backlinks so wichtig?

  • Backlinks sind einer der Top-3 Ranking-Faktoren bei Google
  • Sie zeigen Google, dass deine Inhalte wertvoll und vertrauenswürdig sind
  • Sie bringen auch direkten Traffic von der verlinkenden Seite
  • Sie helfen Google, neue Seiten schneller zu entdecken
💡 So funktioniert's im echten Leben

Wenn du einen Handwerker suchst und drei Freunde denselben empfehlen, vertraust du dieser Empfehlung. Genauso funktionieren Backlinks für Google – je mehr vertrauenswürdige "Empfehlungen", desto besser.

Gute vs. schlechte Backlinks

Nicht jeder Backlink ist gleich viel wert. Ein Link von Spiegel Online hat einen ganz anderen Wert als ein Link aus einem Spam-Forum.

Backlink-Qualität auf einen Blick

Schädlich
Wenig Wert
Wertvoll
Spam-Seiten
Link-Farmen
Gekaufte Links
Irrelevante Seiten
Random Verzeichnisse
Social Media Profile
Blog-Kommentare
Forum-Signaturen
Themenrelevante Seiten
Redaktionelle Erwähnungen
Branchen-Portale
Vertrauenswürdige Quellen

Merkmale eines guten Backlinks

  • Themenrelevanz: Die verlinkende Seite passt zu deinem Thema
  • Autorität: Die Seite ist selbst gut bei Google gerankt und vertrauenswürdig
  • Natürlicher Kontext: Der Link ist redaktionell eingebaut, nicht "gekauft"
  • DoFollow: Der Link gibt "Link Juice" weiter (kein rel="nofollow")
  • Relevanter Ankertext: Der Linktext beschreibt, worum es geht

10 Methoden zum Backlink-Aufbau

Hier sind bewährte Methoden, mit denen du als Anfänger Backlinks aufbauen kannst – alle kostenlos und sicher:

1 Branchenverzeichnisse eintragen Einfach

Trage dein Unternehmen in relevante Branchenbücher und Verzeichnisse ein. Diese Links sind zwar nicht die stärksten, aber sie bilden eine solide Basis.

Beispiele: Google Unternehmensprofil, Yelp, Gelbe Seiten, Das Örtliche, Branchenspezifische Verzeichnisse (z.B. für Handwerker, Ärzte, Anwälte)

2 Gastbeiträge schreiben Mittel

Schreibe Fachartikel für andere Blogs oder Magazine in deiner Branche. Im Gegenzug bekommst du einen Link zu deiner Website in der Autorenbox oder im Artikel.

So findest du Möglichkeiten: Suche nach "[Deine Branche] + Gastbeitrag" oder "[Deine Branche] + schreib für uns"

3 Broken Link Building Mittel

Finde kaputte Links auf anderen Websites und biete deinen Content als Ersatz an. Webmaster sind dankbar, wenn du ihnen hilfst, tote Links zu fixen.

Vorgehen: Finde relevante Ressourcen-Seiten → Prüfe auf tote Links → Kontaktiere den Webmaster mit deinem passenden Content als Alternative

4 Linkable Assets erstellen Aufwändig

Erstelle Inhalte, die so wertvoll sind, dass andere von selbst darauf verlinken wollen: Umfassende Guides, Original-Studien, Infografiken, kostenlose Tools.

Beispiele: "Der ultimative Guide zu...", Branchenstatistiken, interaktive Rechner, Checklisten zum Download

5 HARO / Journalistenanfragen Mittel

Journalisten suchen ständig Experten für ihre Artikel. Plattformen wie HARO (Help A Reporter Out) verbinden dich mit Journalisten, die Zitate brauchen.

Tipp: Antworte schnell und liefere echten Mehrwert. Wenn dein Zitat verwendet wird, bekommst du oft einen Link.

6 Unverlinkte Erwähnungen finden Einfach

Manchmal wird dein Unternehmen oder deine Marke erwähnt, ohne dass ein Link gesetzt wurde. Finde diese Erwähnungen und bitte freundlich um einen Link.

So findest du sie: Google Alerts für deinen Firmennamen einrichten oder suchen nach: "Dein Firmenname" -site:deine-domain.de

7 Partner & Lieferanten Einfach

Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden haben oft Partner-Seiten oder Referenzlisten. Frag, ob sie dich dort aufnehmen können.

Beispiel: "Unsere Partner", "Referenzen", "Wir arbeiten mit..." Seiten

8 Lokale Verlinkungen Einfach

Für lokale Unternehmen: Engagiere dich lokal und bekomme Links von Vereinen, Veranstaltungen, lokalen Nachrichten, Stadtportalen.

Ideen: Sponsoring lokaler Events, Mitgliedschaft in Verbänden, lokale Pressemitteilungen, Kooperationen mit anderen lokalen Unternehmen

9 Interviews & Podcasts Mittel

Lass dich als Experte interviewen – in Podcasts, YouTube-Videos oder Blog-Interviews. Du bekommst Sichtbarkeit und meist einen Link.

Tipp: Starte mit kleineren Podcasts in deiner Nische. Die sind oft froh über Gäste.

10 Konkurrenz-Analyse Mittel

Schau dir an, woher deine Konkurrenten ihre Links bekommen. Viele dieser Quellen könnten auch für dich funktionieren.

Tools dafür: Ahrefs, Semrush, Ubersuggest (kostenlose Version) – gib die Konkurrenz-URL ein und sieh ihre Backlinks

Wie steht deine Website da?

Prüfe mit unserem kostenlosen SEO Check, ob deine OnPage-Optimierung stimmt – das ist die Grundlage, bevor du Backlinks aufbaust.

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Was du vermeiden solltest

Manche Backlink-Methoden können deiner Website mehr schaden als nutzen:

🚫 Finger weg von diesen Methoden

Links kaufen: Google erkennt gekaufte Links immer besser und kann deine Website abstrafen.

🚫 Private Blog Networks (PBNs)

Netzwerke aus Websites, die nur existieren, um Links zu verkaufen. Hochriskant – Google entdeckt und bestraft diese regelmäßig.

🚫 Link-Tausch im großen Stil

"Ich verlinke dich, du verlinkst mich" in Massen ist für Google leicht erkennbar. Gelegentliche, natürliche Verlinkungen unter Partnern sind okay.

🚫 Automatisierte Link-Tools

Software, die automatisch Links in Foren, Kommentaren oder Verzeichnissen postet. Das ist Spam und wird bestraft.

Checkliste: Backlink-Aufbau starten

✅ Deine ersten Schritte
  • Google Unternehmensprofil einrichten (falls noch nicht getan)
  • In 5-10 relevante Branchenverzeichnisse eintragen
  • Google Alert für deinen Firmennamen einrichten
  • Partner/Lieferanten nach Verlinkung fragen
  • Einen richtig guten, verlinkungswürdigen Inhalt erstellen
  • 3 Blogs finden, für die du Gastbeiträge schreiben könntest
  • Backlinks der Konkurrenz analysieren

Häufig gestellte Fragen

Was sind Backlinks?
Backlinks sind Links von anderen Websites, die auf deine Website verweisen. Sie gelten als "Empfehlungen" im Internet und sind einer der wichtigsten Ranking-Faktoren bei Google. Je mehr hochwertige Seiten auf dich verlinken, desto vertrauenswürdiger erscheinst du für Suchmaschinen.
Wie viele Backlinks brauche ich?
Es geht nicht um die Anzahl, sondern um die Qualität. Ein Backlink von einer vertrauenswürdigen, themenrelevanten Website (z.B. einer Fachzeitschrift) ist deutlich mehr wert als 100 Links von minderwertigen Seiten. Fokussiere dich auf Qualität statt Quantität.
Kann ich Backlinks kaufen?
Davon raten wir dringend ab. Google erkennt gekaufte Links immer besser und kann deine Website dafür abstrafen – im schlimmsten Fall fliegst du komplett aus dem Index. Der Aufbau natürlicher, verdienter Links ist zwar aufwändiger, aber nachhaltig und sicher.
Wie lange dauert es, bis Backlinks wirken?
Backlinks wirken nicht sofort. Google muss den Link erst entdecken, crawlen und bewerten. Typischerweise dauert es 2-3 Monate, bis ein neuer Backlink seine volle Wirkung entfaltet. Geduld und kontinuierlicher Aufbau sind wichtig.
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